Leserbrief

Vom Tun und vom Schwatzen

Jo Schädler,Eschnerstrasse 64, Bendern | 9. November 2018

Kurt Alois Kind ist einer, welcher nicht nur redet, sondern der tut auch. So hat er drei Flüchtlingen aus Afrika bei sich zu Hause Aufnahme und beste Betreuung gewährt. Jedoch gestaltete sich das Projekt als unbeschreiblich schwierig. Zum einen war die Kooperation mit den Ämtern alles andere wie ermutigend, denn diesen war wohl ein Dorn im Auge, dass ein Privater sich um Flüchtlinge bemüht. Seine grossen Anstrengungen, die drei Männer aus Afrika zu integrieren, endete letztendlich damit, dass diese ihm erklärten: «Kurt, sage nie mehr zu uns, dass wir arbeiten sollen.» Nun, wenn Paul Vogt oder Norbert Brunhart aus Balzers dem Beispiel von Kurt Alois Kind folgen und jeder auch drei Afrikaner bei sich zu Hause aufnehmen würden, dann kämen ihre Floskeln zur Willkommenskultur und dem einen seine Freude für den Migrationspakt etwas glaubwürdiger daher. Oder ist es einfacher, der Allgemeinheit die ganzen Probleme aufzubürden und diese unter ihren Sozialhimmel zu zwingen?
Wie sagte doch Ignatz Bubis: Das Asylrecht ist ein Juwel der Verfassung. Aber das heisst nicht, dass jeder kommen kann, der will.


Jo Schädler,
Eschnerstrasse 64, Bendern

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