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Leserbrief

«Anforderungen können zu 100 Prozent erfüllt werden»

Selemad Immobilien Anstalt,Krüz 2, Schaan | 9. Februar 2019

Sachlich korrekte Informationen über Angebote und Vorteile der Variante «Bendern»:
Am Donnerstag, den 7. Februar, richtete die Selemad Immobilien Anstalt eine Medienmitteilung an die Landespresse «Vaterland» und «Volksblatt», in der sie sachlich über die Angebote informierte, welche sie dem Ministerium für Gesellschaft i. Z. mit der «Erneuerung der Spitalinfrastruktur Liechtensteinisches Landesspital» einreichte. Diese Medienmitteilung wurde im «Vaterland» und «Volksblatt» vom Freitag, 8. Februar, nicht vollständig im Wortlaut veröffentlicht, sondern mit journalistisch persönlichen Kommentaren und Interpretationen versehen, die den Inhalt der Medienmitteilung von vornherein diskreditieren. Die Bürgerinnen und Bürger haben das Recht, in dieser wichtigen und entscheidenden Fragestellung einer neuen Spitalinfrastruktur in Liechtenstein sachlich korrekt und fair informiert zu werden. Nachstehend eine Informations-Zusammenfassung:
Mit dem Ministerium für Gesellschaft wurden seit mehreren Monaten Gespräche geführt. So wurde auf Wunsch des Ministeriums sowie auf Basis einer ersten Grobplanung des Landesspitals bereits am 10. Oktober 2018 ein umfassendes Angebot für die künftigen Nutzungsmöglichkeiten unterbreitet. Dem Angebot wurde die damalige Grobplanung des Landesspitals zugrunde gelegt. Die Anforderungen an das Raumprogramm wurden darin mit einem Um- und Ausbau der bestehenden Flächen sowie einem Anbau für die Notfallstation erfüllt. Das Verkaufsangebot für die gemäss dieser Planung schlüsselfertig ausgebaute Spitalinfrastruktur betrug 44,5 Millionen Franken. Ergänzend wurden auch eine temporäre Vermietung für fünf Jahre sowie eine langfristige Vermietung im voll ausgebauten Zustand angeboten.
Im Zuge der weiteren Varianten-Evaluation durch das Ministerium für Gesellschaft resultierten für das geplante «ideale Spital» deutlich höhere Flächenanforderungen. Um diesen wesentlich erweiterten Raum- und Flächenansprüchen gerecht zu werden, wurde am 24. Januar 2019 erneut ein adäquates Angebot unterbreitet. Das Angebot zeigt deutlich auf, dass mit zusätzlichen Erweiterungsbauten die neu definierten, erhöhten Raum- und Flächenanforderungen zu 100 Prozent erfüllt werden können – dies zu Gesamtkosten von 55,95 Millionen Franken. Rechnet man die seitens des Ministeriums kalkulierten Kosten für die medizinische Ausstattung sowie den Abbruch des heutigen Landesspitals analog zu den anderen geprüften Varianten hinzu, resultieren für die Variante «Bendern» Gesamtkosten von rund 64,5 Millionen Franken. Darüber hinaus würde unter Berücksichtigung der bestehenden baurechtlichen Vorgaben zusätzliches Erweiterungspotenzial von rund 20 Prozent bestehen. Am Standort Bendern wäre trotz bestehender Strukturen eine sehr gute – auf die künftigen Betriebsprozesse ausgerichtete – Spitalinfrastruktur realisierbar. Die im Bericht und Antrag von der Regierung vertretene Rechtsansicht, dass ein schlüsselfertiger Kauf auf Basis des ÖAWG nicht möglich sei, ist nicht nachvollziehbar. Vielmehr würde dieses Vorgehen eine kosteneffiziente sowie beschleunigte Realisierung ermöglichen, was im Sinne der öffentlichen Hand wie auch der Bevölkerung ist.
Der Standort Bendern bietet eine sehr gute Möglichkeit zu einer raschen, pragmatischen und kosteneffizienten Erneuerung der Spitalinfrastruktur des Liechtensteinischen Landesspitals. Ob diese Variante eine politische Berücksichtigung findet, steht nicht im Einflussbereich der heutigen Eigentürmer. Parallel zur politischen Diskussion wird eine andere Nutzung des Gebäudes geprüft.

Selemad Immobilien Anstalt,
Krüz 2, Schaan

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