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Leserbrief

Austrocknung des Ruggeller Rietes

Mario F. Broggi, St. Mamertenweg 35, Triesen | 9. Februar 2019

René Hasler aus Vaduz fragt in einem Leserbrief, ob man das Ruggeller Riet austrocknen lasse. Ja, Herr Hasler, das ist der Fall. Und überdüngt wird es durch die Luft via Landwirtschaft auch noch. Wir wissen seit mehr als 20 Jahren um die dortigen Probleme und sie sind in staatlich bezahlten Studien belegt und es liegen konkrete Empfehlungen vor. Wo aber kein Wille ist, ist auch kein Weg zur Sanierung vorhanden. Biodiversität hat in der täglichen Politik keine massgebliche Lobby, dafür die Landwirtschaft. Man unterschreibt zwar alles an internationalen Konventionen, wie die Biodiversitätskonvention oder das Ramsar-Abkommen für den Schutz der Feuchtgebiete. Aber die Umsetzung fehlt und Papier ist in Form von Rechenschaftsberichten geduldig. Die zahlreichen Roten Listen wären ja auch noch als Hinweise auf die Probleme zusätzlich da. So kann man nachlesen, dass ein geplantes landesweites Biodiversitäts-Monitoring zur Überwachung der allfälligen Veränderungen, wie die Schweiz es kennt, abgesagt wurde, weil angeblich zu teuer. Man wolle sich auf wenige Schlüsselarten begrenzen, die sich bei uns ohnedies leise verabschieden. Deren Verschwinden wird man so akribisch festhalten. Die Schwertlilien des Ruggeller Rietes sind für das Marketing des Landes geeignet, wie lange noch?

Mario F. Broggi,
St. Mamertenweg 35, Triesen

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