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Leserbrief

Freitags ist sie nie da!

Tarik Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg | 13. März 2019

Der globale Klimazirkus hat eine neue Botschafterin der Apokalypse gefunden: Die 16-jährige Greta Thunberg. Die junge schwedische Aktivistin kam erstmals für einen Schulstreik nach Hamburg. Selbst am WEF in Davos interessierten sich nur wenige für Gretas «Klima-Erwärmungs-Hysterie». Greta Thunberg ist das Produkt einer Sozialisierung und eines Bildungssystems in Schweden – und nicht nur dort. Und wie das gepolt ist, weiss man spätestens nach ihrer Aussage, dass «die Armut der vielen den Luxus von wenigen bezahle». Das ist nämlich purer Unsinn und entspricht den Ideologien unbelehrbarer Weltverbesserer, deren Denken in alter Kapitalismuskritik stecken geblieben ist. Denn es ist gerade der Kapitalismus, der es ermöglicht, für Klimaschutz den Bürgern Milliarden aus der Tasche zu ziehen. Auf ihrem Weltuntergangstrip hat Greta Thunberg diese Ideen wie eine «Heilige» verinnerlicht und vertritt ihre Thesen kompromisslos. Sie gilt als Klimaaktivistin und Initiatorin fürs Schuleschwänzen in einigen europäischen Ländern. So auch in der Schweiz, wo es auch die Grünen und NGOs verstanden haben, mittels Kindersoldaten an der Front «Kinderdemos» für das Klima zu veranstalten mit der absurden Forderung: Klimanotstand und Nullemission bis 2030. Das Paradoxe an diesen Protesten ist, dass sie inkonsequent sind, denn ein echter Aktivist darf das Klima nicht nur am Freitag retten. Ausserdem könnte man den Druck sicherlich noch erhöhen, wenn man an die Wirksamkeit dieses Protestes glaubt, indem man einfach so lange die Luft anhält, bis das Klima gerettet ist. Das würde sicherlich viele Politiker erweichen lassen. Wissenschaftlicher und technologischer Fortschritt gelingt immer dann am besten, wenn sich beides aus freiem Wettbewerb der Ideen und jenseits von planwirtschaftlichem Denken abspielt. Es gibt auch viele Faktoren, die entscheiden, welche Ideen sich durchsetzen und welche in einer Sackgasse stecken bleiben. Während man Klimaskeptiker stets nach ihrer Qualifikation beurteilt, genügt bei den Jüngern der Klimasekten die glitzernde Gesinnung völlig. Eine 16-jährige ferngesteuerte Puppe erhebt den moralischen Anspruch, apokalyptische Ängste zu verbreiten und damit die Welt zu retten. Wer den Klimawandel nicht aufhalten will, muss ein schlechter Mensch sein und Geld von Ölscheichs oder Energieunternehmen annehmen. Es genügt, die Welt in Gläubige und Ketzer einzuteilen. Eine bedingungslose Inquisition hält Einzug. Mit Greta scheint die Klimakirche jedenfalls eine «Kinderheilige» eines kuriosen Klimagottesdiensts gefunden zu haben.

Tarik Hoch, Grüschaweg 11, Triesenberg

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