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Leserbrief

Fahrrad-Sicherheit

Vorstand des Verkehrs-Clubs Liechtenstein (VCL) | 11. Mai 2019

Die Verkehrs-Sicherheit hängt ab vom Fahrzeug, vom Lenkenden und von der Infrastruktur. Damit ein Fahrrad sicher ist, muss es ordnungsgemäss ausgerüstet und in gutem Zustand sein. Bei Dämmerung und Dunkelheit tragen Licht und Reflektoren wesentlich zur Sicherheit bei.
Eine rücksichtsvolle und aufmerksame Fahrweise sowie eine gute Beherrschung des Fahrzeugs reduzieren das Unfallrisiko stark. Auch Radfahrende müssen sich an die Verkehrsregeln halten. Rücksichtsvolle Radfahrende machen sich vor dem Überholen von FussgängerInnen bemerkbar, am besten mit einem Klingelsignal. Die grosse Zahl von Velo-Selbstunfällen deutet auf Nichtbeherrschen des Fahrzeugs oder Unaufmerksamkeit hin. Bei schweren und tödlichen Unfällen mit E-Bikes sind laut ASTRA Seniorinnen und Senioren mit langsamen E-Fahrrädern besonders betroffen. Sicherheitsinformation zu E-Bikes sind auf www.verkehrsclub.ch/e-bike inklusive Video zu finden.
Die Strassen-Infrastruktur ist selten für das Fahrrad optimiert. So werden zum Beispiel Kollisionen Velo-Auto im Kreisverkehr zu 95 Prozent von Autofahrenden verursacht. Diese unterschätzen das Tempo der Radfahrenden! Von den Velounfällen in der Schweiz ereignen sich nur 10 bis 15 Prozent auf Radwegen oder ähnlichen Infrastrukturen. Schnelle E-Bikes sind zu einem verschwindend kleinen Prozentsatz involviert. Laut «Velojournal 2019 Spezial «meint Stefan Siegrist, Direktor der BfU-Schweiz: «Die Infrastruktur ist sehr wichtig. Und eine gute Netzplanung mit Veloinfrastruktur-Implementierung ist für die BfU die wichtigste Massnahme zur Reduktion der Velounfälle.» Ein wichtiger Teil einer sicheren Fahrrad-Infrastruktur in Vaduz zwischen Oberer Rüttigasse und Stadion ist der autofreie Rheindamm.

Vorstand des Verkehrs-Clubs Liechtenstein (VCL)

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