Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Volksblatt Werbung
Leserbrief

Karl-Heinz Ospelt, Wunschdenken und Realität

| 13. Mai 2019

Im Leserbrief vom Samstag fordert Herr Ospelt den Rücktritt von Lageder. Dazu schreibt LIEmobil Vizepräsident Ospelt: «In Bushaltebuchten können die Busse warten, bis sie wieder im Fahrplan sind, sonst müssen sie auf der Strasse mit Tempo 30 Fahren, um den Zeitplan einzuhalten.»
Lieber Herr Ospelt, genau das tun die Busse, d. h. die meisten Chauffeure, eben nicht! Dazu die Schilderung der Erlebnisse einer Autofahrt von Triesenberg nach Vaduz. Nach der Post Triesenberg muss das Postauto bei der Haltestelle «Rütelti» nicht warten, auch bei der Haltestelle «Täscherloch» will niemand aus- oder einsteigen. Also tuckert der Chauffeur mit seinem Postauto – um eben nicht zu früh an der nächsten Haltestelle zu sein und den Zeitplan einzuhalten – ganz gemächlich hinunter. Die Autoschlange hinter dem Postbus wird über den «Hennawibli-Boda» hinunter immer länger. Bei der Haltestelle «Vaschiel» (Haltebucht vorhanden) will niemand aus- oder einsteigen, dasselbe ist bei der nächsten Haltestelle «Matschils» der Fall und so wird die Autokolonne hinter der «Schneckenpost» immer länger und länger.
Bei der Haltestelle «Meierhof» muss das Postauto auf Verlangen anhalten, und zwar auf der Strasse (keine Busbucht). Jetzt reisst – was nicht verwundert – der Geduldsfaden einiger Autofahrer vor mir und sie überholen das Postauto rechts vorbei, über den Parkplatz vor dem Hotel Meierhof. Bei der folgenden Haltestelle «Schwefel» (wieder keine Busbucht) hält das Postauto erneut auf der Strasse an und jetzt «verjagt» es auch noch 10 bis 15 weitere Autofahrer hinter mir und sie überholen einige stehende Autos sowie das Postauto und preschen links der dortigen Verkehrsinsel vorbei. Ein wahrer Krimi geht hier ab.
Fazit: Durch die fehlenden Haltebuchten und das Nichtanhalten bei den wenigen vorhandenen Haltebuchten sind wir von einem reibungslosen Busverkehr weit entfernt. Dagegen sind Land und LIEmobil laufend bemüht, Verkehrshindernisse für den Autoverkehr zu produzieren und Gefahrenquellen zu schaffen. Wie wäre es, wenn vom Land fehlende Haltebuchten geschaffen und darüber hinaus alle Chauffeure der LIEmobil angewiesen würden, in den bestehenden Haltebuchten zu warten, bis sie wieder im Fahrplan sind? Eben genauso wie der LIEmobil-Vizepräsident sich das wünschen würde. Nur die Realität ist eben eine andere, nämlich die unnötige Behinderung des Individualverkehrs. Lageder hat da schon ein Stück weit recht.


Ludwig Schädler,
Spennistrasse 43, Triesenberg

Teile diesen Leserbrief mit deinen Freunden

Leserbrief schreiben

Wie denken Sie darüber?
Titel
Text 0 / 2500 Zeichen
Weiter
Volksblatt Werbung