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Leserbrief

Ausrotten vom Wild in unseren Wäldern – Keine Visionen und keine Ethik in Sicht, Teil zwei

(Der erste Teil dieser Lesermeinung erschien in der Samstagsausgabe.) | 13. Mai 2019

Visionen: Seit Jahrzehnten wird von der Problematik des Wildverbisses geredet.
Ein wichtiger Beitrag könnte das Erstellen von Wildbrücken in Nendeln und Triesen–Balzers sein. Der Wildwechsel ist im Winter an diesen Orten enorm und eine Gefahr für Mensch und Tier. Wildbrücken würden dem Wild den ungestörten Wechsel in die Riedlandschaft, wo es im Winter kein Schaden verursacht, zur Äsungsaufnahme ermöglichen.
Die Ausweisung der Schutzzonen müsste dringend überarbeitet werden. Was ist wirklich Schutzzone, und was nicht? Wenn das sachlich bearbeitet würde, bleibt wahrscheinlich noch ein kleiner Teil, der unter speziellen Schutz gestellt werden müsste, übrig.
Es bräuchte von den Verantwortlichen das Verständnis, den Willen, das Fachwissen und die Bereitschaft, nach vernünftigen Lösungen für Mensch, Tier und Wald zu suchen.
Schlussgedanken: Der Zickzackkurs, den die Jagdbehörden seit Jahren in der Jagdbewirtschaftung verfolgen, ist alles anderes als fachlich kompetent. Die Vorgaben für die Abschüsse sind unrealistisch und nicht erreichbar. Die Methoden vom Tierschutzgedanken her sind bedenklich. Die Jäger sind Befehlsempfänger und somit das letzte und damit schwächste Glied in der Kette.
«Das Talent des Menschen, sich einen Lebensraum zu schaffen, wird nur durch sein Talent übertroffen, ihn zu zerstören.»
Theodor Heuss, erster Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland

Arthur Frick, Rennhofstrasse 9, Mauren

(Der erste Teil dieser Lesermeinung erschien in der Samstagsausgabe.)

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