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Leserbrief

Der Rheindamm und die Sicherheit

Markus Bürgler, Rainer Kaiser, Jürgen Konrad, Roland Moser, Jür- gen Nigg, Karlheinz... | 23. Mai 2019

Die beiden Bürgermeister Ewald Ospelt und Manfred Bischof sowie einige Gemeinderäte sehen die Sicherheit auf dem Rheindamm in Gefahr. Dies führte u. a. dazu, dass derRheindamm für Autofahrer gesperrt werden soll, obwohl sie mit diesem Entscheid gegen den eigenen Verkehrsrichtplan verstossen. Im Richtplan heisst es unter Ziff. 5.1.4 Erweiterung Hauptstrassennetz: «Die Erweiterung des Hauptstrassennetzes verfolgt die Ergänzung des Stras­sennetzes um eine zusätzliche Nord-Süd-Achse für den motorisierten Verkehr im Sinne einer Umfahrung des Zentrums.» Nun wird also nicht etwa eine neue Strasse gebaut, sondern völlig gegen den Richtplan mit dem Rheindamm sogar eine bestehende Strasse gesperrt, bevor eine neue Strasse errichtet ist.
Dieser Richtplan wurde erst vor einem Jahr von der Regierung genehmigt. Die Gemeinde selbst sieht die Bedeutung wie folgt: «Der Verkehrsrichtplan ist als behördenverbindlicher Plan ein strategisches Planungs- und Koordinationsinstrument, das der konzeptionellen Beurteilung von verkehrsplanerischen und verkehrstechnischen Aspekten von Planungen, Bauvorhaben und Massnahmen dient. (...) Der vorliegende Verkehrsrichtplan stellt somit das grundlegende Planungswerkzeug für die nächsten Jahre dar und ersetzt mit seiner Verabschiedung den Teilrichtplan Verkehr des Richtplans der räumlichen Entwicklung aus dem Jahr 2012.» Wie langfristig denken eigentlich unsere Bürgermeister und einige Gemeinderäte? Was sind ihre Aussagen und Beschlüsse wert?
Nun zur Sicherheit: VCL-Präsident Georg Sele hat stets die Sicherheit der Radfahrer in den Vordergrund gestellt. Autoverkehr soll es keinen mehr geben. Zu den Unfällen mit Radfahrern legte der VCL Zahlen, angeblich für 2018, vor: 2 Unfälle PW gegen Radfahrer, 1 Unfall PW gegen Inlineskater und 2 Selbstunfälle durch Radfahrer. Nun die Korrektur des Dr. Georg Sele zu seinen eigenen Aussagen: Obige Unfälle erfolgten nicht im Jahr 2018, sondern in den letzten sieben Jahren von Anfang 2012 bis Ende 2018! Das heisst, es gab statistisch 0.4 Unfälle pro Jahr oder in zwei Jahren nicht einmal ganz einen Unfall, in welchem ein PW mit einem Radfahrer oder Inlineskater involviert war. Soviel zur Sicherheit der Radfahrer auf dem angeblich so unsicheren Rheindamm, der deswegen für Autos gesperrt werden müsse. Dazu noch eine weitere Zahl: In den sieben Jahren gab es 7 Streifkollisionen zwischen zwei Personenwagen, also statistisch genau einen pro Jahr! Wie sieht das auf anderen Strassen aus?

Markus Bürgler, Rainer Kaiser, Jürgen Konrad, Roland Moser, Jür- gen Nigg, Karlheinz Ospelt, Markus Schädler, Monika Schädler, Hansrudi Sele, Carmen Tischler und Ernie Walser vom «Komitee für einen offenen Rheindamm»

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