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Leserbrief

Liebe Silvia Ritter

Kurt Alois Kind, Postfach 122, Eschen | 24. Mai 2019

Herzlichen Dank für Ihren Leserbrief von vorgestern, den 22. Mai, wo Sie jahrelange Missstände sehr gut aufgezeigt haben.
Ich habe am 15. Mai der Regierung und der Gemeinde Vaduz vorgeworfen, dass sie uns belügen, weil sie Ihre Wahlversprechen nicht einhalten, für das Volk da zu sein.
Das Schönste ist ja, dass sie noch offiziell für ihren Posten angelobt werden und sogar öffentlich versprechen, sich für das Volk einzusetzen! Da wird von der Regierung Zeit verplempert nur um ein paar «Fränkli» Krankenkassenprämien einzusparen, um sich dann in der Zeitung auf die Schultern zu klopfen, mit welch ungeheurem selbstlosen Aufwand sie das erreicht haben.
Derweil müsste die Regierung nur mit dem Gemeinderat und dem Bürgermeister von Vaduz beschliessen, dass Sie 100 Millionen Franken für die öffentlichen Gebäude in Vaduz beisteuern!
Unglaublich ist doch, dass diese vom Volk gewählten Personen plötzlich denken, dass sie, sobald sie im Amt sind, selbst das Vermögen aus der Gemeindekassa erarbeitet haben! Wie eine Glucke auf ihren Jungen hocken sie dann darauf.
Das Geld wurde von der liechtensteinischen Bevölkerung in Vaduz hart erarbeitet, nur zu eurer Erinnerung, liebe Gemeinderäte und Bürgermeister!
Um diese 100 Millionen für die öffentlichen Gebäude in Vaduz (Spital, Landesbibliothek etc.) frei zu geben, braucht es lediglich eine Stunde, in welcher so etwas beschlossen werden kann!
Liebe Silvia Ritter, sehen Sie, wie einfach das Grundsätzlich ist!
Und wenn nun die Landeskassa die Gebäude nicht finanzieren muss, stehen 100 Millionen für die Finanzierung der dringenden sozialen Aufgaben schon zur Verfügung. Da gibt es genug Baustellen, wie zum Beispiel Herabsetzung der Krankenkassenbeiträge für Mindestverdiener pauschal auf 200 Franken, Prämienbefreiung für Pensionäre, gratis Benutzung des öffentlichen Verkehrs für alle wie in Luxenburg, und endlich farblich markierte Fahrradwege entlang der Hauptstrassen von Balzers bis Ruggell. Letzteres hatte ich auch schon mehrmals mit Fotobeispielen von Wien, wo es bestens funktioniert, gefordert.
Es ist nun an der Regierung, den Gemeinderäten und dem Bürgermeister von Vaduz zu beweisen, dass sie über Parteigrenzen hinweg fähig sind, diesen Beschluss zu fassen, im Sinne des Volkes von Liechtenstein! Oder brauchen wir tatsächlich auch neutrale Experten, die unsere Regierung bilden, wie in Österreich?

Kurt Alois Kind, Postfach 122, Eschen

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