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Leserbrief

Das Garsälli kann weiterhin bestossen werden

Mario F.Broggi, St. Mamertenweg 35, Triesen | 7. Juni 2019

1. Der stv. Abgeordnete Rainer Beck hat recht, dass es mehr als eines Schreibens an die Landtagsabgeordneten und auch einer breit geführten Diskussion bedarf, um Wildnis zu akzeptieren. Die Intervention drängte sich aus gegebenem Anlass auf.
2. Ebenso ist es richtig, dass unter stark veränderten Rahmenbedingungen die Zukunft der Alpwirtschaft in Liechtenstein zu überprüfen ist. Die getätigte Aussage war nicht erschlossene Alpen – es sind in Liechtenstein deren drei – der Natur zurückzugeben und auf den Einsatz von Millionenmitteln dort zu verzichten. Stattdessen müssen wir uns Überlegungen machen, die anderen sinnhaft zu erhalten.
3. Es geht nicht darum, die Natur- gegen die Kulturlandschaft auszuspielen. Wir brauchen beides, im Falle des abgelegenen Garsälli werden neuerlich Steuermittel für wenige Rinder versenkt, wo diese Tiere nun anderswo fehlen.
4. Die Bedeutung von «Natur Natur sein lassen» ist noch nicht in der Politik angekommen, das braucht noch viele Biodiversitätsberichte ähnlich dem Klimawandel, bis der Ernst des Verlustes der biologischen Vielfalt verstanden wird.
5. Die entstehende Naturmonografie über das Untere Saminatal wird eine diesbezügliche Grundlage bieten.
6. Der nächste Starkregen mit Zerstörung von Wegen kommt bestimmt. Ob es uns dann gelingt, einfach nur Natur mit etwas Demut respektieren zu können, ohne wieder in (Helikopter) Aktionismus zu verfallen?

Mario F.Broggi,
St. Mamertenweg 35, Triesen

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