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Leserbrief

Hochmut kommt vor dem Fall

Peter Forstinger, am Exerzierplatz 37, Vaduz | 12. Juni 2019

«Manche finden ich sei arrogant. Ich frage mich, woher die das wissen wollen, ich rede doch gar nicht mit denen.»
So könnte man das Schweigen und Hinhalten der Aussenministerin anlässlich der zweistündigen Debat­-ten von letzter Woche deuten. Dass einige Regierungsvertreter das arrogante sich der Aufklärung verweigernde Verhalten und das überhebliche Auftreten der Ministerin nicht tolerieren, gibt mir Hoffnung dass die Angelegenheit sauber aufgeklärt wird. Frau Dr. Aurelia Frick ist ein herausragendes Beispiel für das Hochpreisen ihrer noch so banalsten Leistungen. Ihr politisches Wirken ist ein fortgesetzter endloser Bluff. Bereits Dr. Alois Büchel hat die strafwürdigen Handlungsweisen der damaligen Justiz- und Kulturministerin in seinem Buch «Unfassbar» klar dargelegt.
Jeder Pressebericht über ihre Besuche und Treffen im In- und Ausland hinterlassen bei mir den Eindruck, dass sie ausschliesslich von persönlichen Stylisten und Kommunikationsberatern gesteuert wird. Die Tref­fen mit den sehr oft unbedeutenden Personen und belanglosen Arbeitsgesprächen zu einem Staatsakt hoch stilisiert werden. Eine solche durchschlagende «Selbstanpreisung» darf nur durch die allerbesten Berater begleitet werden. Da können anscheinend die eigens ausgesuchten Experten in Verwaltung und dem eigenen Ministerium qualitativ nicht mithalten. Wie die Selbstinszenierungen und die Manipulation der Zeitungsleser dann in der Öffentlichkeit angekommen sind, wird mittels Medienanalyse, bezahlt vom Steuerzahler, ausgewertet.
Der Aufruf von VU Fraktionssprecher Günter Vogt, authentisch zu bleiben und die Bodenhaftung nicht zu verlieren, wird ein Appell sein, der in einer überhöhten Selbstwahrnehmung verpufft. Möglicherweise aber wird es bald heissen: «Rollen Sie den roten Teppich wieder ein, ich komme doch nicht.»

Peter Forstinger, am Exerzierplatz 37, Vaduz

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