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Leserbrief

Zur Stellungnahme von Vorsteher Hansjörg Büchel

IG «Kein Casino im Dorf» | 14. August 2019

Im «Vaterland» vom 13. 8. 2019 (bzw. in der heutigen Ausgabe dieser Zeitung, Anm.) weist Vorsteher Hansjörg Büchel Vorwürfe der IG «Kein Casino im Dorf» zurück. Ferienhalber konnten wir ihn letzte Woche nicht kontaktieren, was jedoch in diesen Tagen vorgesehen ist. Wir möchten nicht auf die ganze Stellungnahme eingehen, aber ein paar Kernaussagen können wir so nicht stehen lassen, sie werfen Fragen auf.
Keine Steuergelder für aussichtslose Prozesse: Der Vorsteher bestätigt damit indirekt, dass sich der Gemeinderat mit Millionenklagen seitens des Bauwerbers konfrontiert sah. Wurde von der Gemeinde das Prozessrisiko abgewogen, so wie es die privaten Einsprecher taten, die ebenfalls mit Millionenklagen eingedeckt wurden?
Nutzungsmöglichkeiten: Ein Casino mit einer Post zu vergleichen, ist weit hergeholt. Im Übrigen war die Post nicht einen Tag in diesem Gebäude und die Bewilligung hätte schon aufgrund der damaligen Verkehrs- und Parksituation (die immer noch dieselbe ist) überhaupt nie erteilt werden dürfen. Wie viele Ausnahmebewilligungen wurden für dieses Gebäude insgesamt schon erteilt?
An der Vermittlungsverhandlung beim ABI hat der Gemeindebauführer erwähnt, dass die Baukommission gegen die Erteilung einer Ausnahmebewilligung sei. Wenn da eine Begriffskonfusion entstanden ist, dann sorry. Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass dieses «Nein zur Sonderbewilligung» noch am selben Tag des GR-Beschlusses gegenüber zwei Vertreterinnen der Anwohner von der Bauverwaltung bestätigt wurde. Fakt ist auch, dass sich der Gemeindevorsteher in diesem «Vorgremium» und auch bei 1FLTV dahingehend geäussert hat, «keine Freude am Casino zu haben». Dies könnte den Schluss zulassen, dass er an der Gemeinde-rats­sitzung überstimmt wurde. Ist das korrekt?
Wir haben nie von der «Wohnzone» gesprochen, sondern vom «Wohngebiet». Wer möchte schon direkt gegenüber einem Casino wohnen? Darf in einem Dorf nicht mehr um Solidarität gebeten werden?
Der Gemeindevorsteher weiss ganz genau, dass sich das Misstrauen bezüglich Referendumsunterlagen nicht auf ihn bezieht, sondern auf einen Fall in der Vergangenheit. Bereits die ersten Reaktionen haben uns zu dieser Handhabung des Datenschutzes bewogen. Für eine nicht rechtsverbindliche Art von Petition erscheint uns dies angebracht. Hätten wir die Erklärungen direkt an den Gemeindevorsteher richten sollen, was der allererste Gedanke war?
Am meisten bedrückt die Tatsache, dass wir vom Gemeinderat oder Vertretern nicht ernst genommen wurden. Wie die Stellungnahme bestätigt und was wir schon lange vermuteten, erhielt der Bauwerber eine zeitnahe Gelegenheit, den Gemeinderat zu überzeugen. Dazu die Geheimnistuerei – mehr als einen Monat später haben wir den Entscheid aus der Presse erfahren. Geht das zusammen mit den hehren Worten des Gemeindevorstehers im Editorial des Informationsmagazins «9496» vom Juli 2019?

IG «Kein Casino im Dorf»

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