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"Unglaubliche Ehre": der mexikanische Filmregisseur Alfonso Cuarón bei der Verleihung der britischen Filmpreise.
Kultur
International|11.02.2019

"Roma" von Alfonso Cuarón bekommt vier Bafta-Preise

LONDON - Grosse Überraschung bei der Verleihung der Bafta-Filmpreise in London am Sonntag: Der mexikanische Film "Roma" gewinnt die wichtigsten Preise, der Historienfilm "The Favourite" die meisten.

"Unglaubliche Ehre": der mexikanische Filmregisseur Alfonso Cuarón bei der Verleihung der britischen Filmpreise.

LONDON - Grosse Überraschung bei der Verleihung der Bafta-Filmpreise in London am Sonntag: Der mexikanische Film "Roma" gewinnt die wichtigsten Preise, der Historienfilm "The Favourite" die meisten.

Alfonso Cuarón konnte sein Glück kaum fassen. "Das ist eine unglaubliche Ehre, Bafta, vielen Dank!", freute sich der mexikanische Regisseur. Für sein Schwarz-Weiss-Drama "Roma" heimste Cuarón bei der Verleihung der britischen Filmpreise vier Trophäen ein, darunter die beiden wichtigsten Auszeichnungen für den Besten Film und als Bester Regisseur. Der andere Gewinner des Abends war der Historienfilm "The Favourite" mit insgesamt sieben Baftas.

"Die Farbe dieses Films ist Mexiko", sagte Cuarón vor den Augen von Prinz William und Herzogin Kate in der festlichen Royal Albert Hall, "daher möchte ich mich auch bei Mexiko bedanken." Ausserdem wurde "Roma", das parallel zum Kinostart beim Streaming-Dienst Netflix zu sehen war, als Bester Nicht-Englischsprachiger Film und für die Beste Kamera ausgezeichnet. Bei der Oscar-Verleihung am 24. Februar werden dem Film über ein indigenes Hausmädchen ebenfalls gute Chancen eingeräumt.

Ganz grossen Triumph verpasst

Der zuvor hochgehandelte Streifen "The Favourite" verpasste den ganz grossen Triumph, wurde aber unter anderem als Herausragender Britischer Film und für das Beste Drehbuch ausgezeichnet. Der griechische Regisseur Yorgos Lanthimos bedankte sich bei seinen "drei Leading Ladies, auf die ich nicht stolzer sein könnte". Zwei von ihnen wurden prämiert - Olivia Colman als Beste Hauptdarstellerin und Rachel Weisz als Beste Nebendarstellerin. Die frühere Bafta-Gewinnerin Emma Stone ("La La Land") ging dieses Mal leer aus, war aber ohnehin nicht in London.

Colman wurde in der traditionsreichen Halle mit stehenden Ovationen gefeiert. "Wir haben einen fantastischen Abend, oder?", sagte sie. "Nachher werden wir uns dermassen betrinken." Grund zum Anstossen hatten auch Rami Malek, der für seine Rolle als Queen-Frontmann Freddie Mercury in "Bohemian Rhapsody" als Bester Hauptdarsteller geehrt wurde, und Mahershala Ali, der für "Green Book - Eine besondere Freundschaft" den Preis als Bester Nebendarsteller erhielt.

Nominierung für Singer zurückgezogen

"Ihr Briten habt Musik drauf", lobte der auch bei den Oscars favorisierte US-Amerikaner Malek, "ich weiss, dass eurer musikalisches Erbe heilig ist. Danke an den grössten Aussenseiter aller Zeiten, Freddie Mercury." Eine Nominierung für Regisseur Bryan Singer war zurückgezogen worden, nachdem Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs laut geworden waren. Singer bestreitet die Anschuldigungen. "Bohemian Rhapsody" erhielt ausserdem die Bafta-Maske für den Besten Sound.

Den Preis für die Beste Musik nahm Bradley Cooper für "A Star Is Born" entgegen. Nach sieben Nominierungen für seinen Musikfilm, der schon bei den Golden Globes leer ausgegangen war, wirkte der Regisseur, Hauptdarsteller und Musiker fast ein bisschen enttäuscht. Bei den Oscars ist "A Star Is Born" auch siebenmal nominiert.

(sda / dpa)

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