Hildegard Hasler, Verwaltungsratspräsidentin von Radio L, ist zuversichtlich, dass sich der Landtag für das Radio entscheidet. (Foto: Paul Trummer)
Politik
Liechtenstein|07.11.2018 (Aktualisiert am 07.11.18 10:30)

Hil­de­gard Hasler: «Die Pri­va­ti­sie­rung des Radios wäre ein Tod auf Raten»

SCHAAN - Mit der am heutigen Mittwoch startenden Sitzung wird sich der Landtag auch mit der Zukunft des Radios beschäftigen. Verwaltungsrätin Hildegard Hasler sprach mit dem «Volksblatt» über die künftige Ausrichtung des Senders – und frühere Stolpersteine.

Hildegard Hasler, Verwaltungsratspräsidentin von Radio L, ist zuversichtlich, dass sich der Landtag für das Radio entscheidet. (Foto: Paul Trummer)

SCHAAN - Mit der am heutigen Mittwoch startenden Sitzung wird sich der Landtag auch mit der Zukunft des Radios beschäftigen. Verwaltungsrätin Hildegard Hasler sprach mit dem «Volksblatt» über die künftige Ausrichtung des Senders – und frühere Stolpersteine.

«Volksblatt»: Bisher hat sich der Verwaltungsrat auf Anfragen immer bedeckt gehalten – warum kommen Sie ausgerechnet jetzt auf uns zu, sind Sie am Weibeln?

Hildegard Hasler: Es ist seriös, alle Medien zu bedienen. Natürlich sind wir am Weibeln und möchten mit unseren Anliegen präsent sein. Es geht um existenzielle Fragen und um die Mitarbeiter, da liegt das eigentlich in der Natur der Sache.

Wie war die Stimmung beim Radio so kurz vor der entscheidenden Landtagsdebatte?

Die Stimmung ist eigentlich gut, wir sind alle sehr optimistisch. Aber ich muss zugeben, wir sind auch sehr angespannt.

Die Politik hat sich in der Vergangenheit immer mehrheitlich für das Radio ausgesprochen – wie nahmen Sie die Stimmung vor dem Landtag nun wahr?

Wir gehen der Debatte im Landtag mit einer sehr positiven Haltung entgegen und würden uns freuen, wenn es klappt. In der Öffentlichkeit und Gesprächen stelle ich jedoch fest, dass es Leute gibt, die nicht unbedingt für ein Radio sind. Aber es gibt aber auch sehr viele Befürworter. Dass es nicht nur Zustimmung gibt, ist etwas, womit man im Radio seit jeher leben muss.

«Dass es nicht nur Zustimmung gibt, ist etwas, womit man im Radio seit jeher leben muss.»

Auch in der Debatte wird früher oder später bestimmt die Frage aufgeworfen, ob Liechtenstein ein eigenes Radio braucht. Ihre Haltung dürfte klar sein. Was wäre die Alternative zum Liechtensteinischen Rundfunk (LRF)?

Nun, dann hat man eben kein Radio und die Liechtensteiner hören einen anderen Sender. Ich finde allerdings schon, dass Liechtenstein ein Radio braucht, es ist ein legitimes Medium. Jedes Land um uns herum hat ein Radio. Es wird auch immer die schwarz-weisse Grundsatzfrage gestellt: Ja oder Nein? Die Leute beschäftigen sich zu wenig damit. Die Neinsager sind dann meistens jene, die gar kein Radio L hören und dazu auch nichts sagen können. Es wäre schön, wenn wir in der Öffentlichkeit ein besseres Verständnis hätten. Aber klar, in einer Demokratie kann jeder sagen, was er will. Damit müssen wir leben.

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