(Foto: Nils Vollmar)
Politik
Liechtenstein|07.11.2018 (Aktualisiert am 07.11.18 17:31)

Verkauf des BGZ-Gebäudes wäre laut Gemeinde eine «Chance»

TRIESENBERG - Die Gegner des Verkaufs haben sich mit einem Flugblatt an die Bärger gewandt – den teils «falschen» Aussagen begegnete die Gemeinde nun mit einer Stellungnahme.

(Foto: Nils Vollmar)

TRIESENBERG - Die Gegner des Verkaufs haben sich mit einem Flugblatt an die Bärger gewandt – den teils «falschen» Aussagen begegnete die Gemeinde nun mit einer Stellungnahme.

In Triesenberg tobt der Abstimmungskampf rund um den Verkauf des BGZ-Gebäudes. Potenzieller Käufer wäre die Alexania AG, die als Holdinggesellschaft des Patentbüros Paul Rosenich fungiert, das heute in die Räumlichkeiten eingemietet ist (das «Volksblatt» berichtete mehrmals). Vor der Wahl am 25. November brachten sich sowohl die Gegner und Initianten des Referendums, Mario Bühler und Oswald Schädler, als auch die Gemeinde als Befürworter in Stellung.

Chance oder unnötiger Verkauf?

Ein Gebäude in Gemeindebesitz, im Kernzentrum des Dorfes, dürfe nicht ohne Not verkauft werden, heisst es in einem Flugblatt der Gegner. In einer Stellungnahme schrieben gestern Vorsteher Christoph Beck und sein Vize Stefan Gassner, dass dies eine Chance für die Gemeinde sei, um sich beispielsweise eine für die Pläne der Gemeinde idealere Parzelle in unmittelbarer Nähe zum Pflegeheim zu sichern. «Durch den Verkauf der BGZ-Liegenschaft erhält die Gemeinde Triesenberg Handlungsspielraum, um die Erweiterung und Entwicklung des Dorfzentrums weiter voranzutreiben», so Beck und Gassner.

Streit über Verkaufswert

Ein weiterer Streitpunkt ist der Verkaufspreis von 1,1 Millionen Franken – laut Gegnern liege dies «weit unter dem effektiven Wert». Sie verweisen unter anderem auf die gestiegenen Grundstückspreise, wonach 4000 Franken pro Klafter statt der 2900 Franken realistischer sei. Sie kritisieren ausserdem, dass weder die Liegenschaftskommission einbezogen wurde noch eine zweites Schätzungsgutachten eingeholt wurde.
Dies ändere jedoch nichts an den Fakten, entgegnen die Gemeindevertreter. Im Schätzungsgutachten sei auch der Gebäudezustand berücksichtigt worden und der Marktwert sei realistisch. Die Gegner seien von falschen Annahmen ausgegangen, ausserdem stünden in den nächsten Jahren Unterhaltsarbeiten an, womit sich die Schere zwischen Mieteinnahmen und Investitionskosten weeiter öffnen und die Gemeinderechnung belasten würden.

(df)

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