Friedemann Malsch (Direktor Kunstmuseum Liechtenstein), Caroline Hilti (Hilti Art Foundation) und Uwe Wieczorek (Kurator Hilti Art Foundation) anlässlich des Medienrungangs durch die neue Ausstellung. (Foto: ZVG/Sandra Maier)
Kultur
Liechtenstein|08.11.2018 (Aktualisiert am 08.11.18 08:26)

«Es ist alles da, was in der Kunst wesent­lich ist»

VADUZ – Schätze: 250 Werke umfasst die Kunstsammlung der Hilti Art Foundation, die in Ausstellungen der Öffentlichkeit Schritt für Schritt zugänglich gemacht wird – ab heute wird im Weissen Würfel beim Kunstmuseum «Rosso, Klee, Sonnier & mehr» gezeigt.

Friedemann Malsch (Direktor Kunstmuseum Liechtenstein), Caroline Hilti (Hilti Art Foundation) und Uwe Wieczorek (Kurator Hilti Art Foundation) anlässlich des Medienrungangs durch die neue Ausstellung. (Foto: ZVG/Sandra Maier)

VADUZ – Schätze: 250 Werke umfasst die Kunstsammlung der Hilti Art Foundation, die in Ausstellungen der Öffentlichkeit Schritt für Schritt zugänglich gemacht wird – ab heute wird im Weissen Würfel beim Kunstmuseum «Rosso, Klee, Sonnier & mehr» gezeigt.

Kunstfreunde können sich neben Werken von Medardo Rosso, Paul Klee und Keith Sonnier u. a. auch auf Kunst von Pablo Picasso, Piet Mondrian, Henri Matisse, Imi Knoebel, Max Beckmann und Wassily Kandinsky freuen.

Bekanntes und Neues
Kurator Uwe Wieczorek hat aus der 250 Werke umfassenden Kunstsammlung der Hilti Art Foundation erneut eine hochwertige Auswahl verschiedener Stilrichtungen und Epochen vom späten 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart zusammengestellt. Wie schon in der Vergangenheit werden einige Exponate der vorherigen Schau auch weiterhin zu sehen sein: Ihre Präsentation in neuem Umfeld soll Kunstfreunde anregen, die Werke buchstäblich aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Die grosse Bandbreite der ausgestellten Kunst ist zugleich ein Garant dafür, dass jeder Besucher sein persönliches Lieblingswerk findet.
Bei der Begrüssung an der gestrigen Medienkonferenz brachte der Direktor des Kunstmuseums Liechtenstein, Friedemann Malsch, seine Freude zum Ausdruck: «Wir haben gestern einen ersten Blick in die Ausstellung werfen können und ich muss sagen, es sind liebgewonnene Stücke dabei, es sind aber auch ganz tolle Überraschungen für alle dabei.»

Kurator Uwe Wieczorek vor einer Neu­an­schaf­fung – «Zank=Duett» von Paul Klee, 1938 – in der neuen Aus­stel­lung. (Foto: EG)

17 Neuerwerbung in drei Räumen
Uwe Wieczorek freut sich über die aktive Sammlungstätigkeit der Hilti Art Foundation als noch junge Institution, die von der klassischen Moderne bis in die Zeitgenössische Kunst reiche. Bevor ein Rundgang im Weissen Würfel mit ausführlichen Betrachtungen startete, erläuterte er das Ausstellungskonzept von «Rosso, Klee, Sonnier & mehr». An der grundsätzlichen Präsentatiosstruktur habe sich nichts geändert. «Es sind 36 Werke in der Ausstellung, 17 davon sind Neuerwerbungen. Das Ziel einer Sammlungspräsentation ist auch, dass man versucht eine Epoche mit all ihren Ausprägungen und Erscheinungen gerecht zu werden.»
Während im unteren Stockwerk sich alles um das Thema Mensch dreht, werden im ersten Geschoss unter dem Titel «Experiment – Existenz» Arbeiten aus der klassischen Moderne präsentiert. «In dem Sinne, dass die ganze Moderne eigentlich ein grosses Experiment ist, im künstlerischen wie biografischen Sinne», wie Wieczorek ausführte. Im dritten Stock wird der Frage nach der Kunst nachgegangen. «Was macht ein Kunstwerk zum Kunstwerk? Das funktioniert nur durch die Frage der Transzendenz.» Und durch die Arbeiten von zeitgenössischen Künstlern wird dies dort eindrücklich verdeutlicht.

Ausstellungseröffnung Hilti Art Foundation

(eg)

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