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Liechtenstein|05.12.2018 (Aktualisiert am 05.12.18 09:19)

5. Dezember: Hässliche Weihnachtspullover – eine Tradition

Jeder kennt sie: die hässlichen Weihnachtspullover. Rentiere, Schneemänner mit aufgenähter Nase, Tannenbäume, Santa Claus oder Glocken schmücken besagte Pullis am häufigsten. Fragt sich nur, woher diese schreckliche Weihnachtsmode kommt ...

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Jeder kennt sie: die hässlichen Weihnachtspullover. Rentiere, Schneemänner mit aufgenähter Nase, Tannenbäume, Santa Claus oder Glocken schmücken besagte Pullis am häufigsten. Fragt sich nur, woher diese schreckliche Weihnachtsmode kommt ...

In den 80er-Jahren herrschte geradezu ein Strickboom, insbesondere bei Grossmüttern, die ihre Enkel mit selbstgemachten Pullis beglücken wollten. Daraus entwickelte sich in England und den USA eine Tradition. Fernsehmoderatoren trugen plötzlich in einer Weihnachtssendung solche Pullis. Allerdings verschwand der Trend dann für einige Jahre wieder und kam erst Anfang der 2000er wieder auf. Colin Firth liess diesen im Film Bridget Jones, als Mr. Darcy, mit seinem Elchpulli wieder aufleben.

Damals galt der Pullover noch als extrem peinlich, heute ist er beinahe ein must-have. Dabei gilt: Je verrückter, hässlicher und schräger die Motive, desto besser. In England und den USA ist dem Weihnachtspullover sogar ein eigener Tag gewidmet: der «Christmas Jumper Day» in England und der «Christmas Sweater Day» in den USA. Dieser findet jährlich an einem Freitag im Dezember statt, dieses Jahr am 14. Dezember in England und eine Woche später in den USA. An diesem Tag sammelt nämlich die Organisation «Save the Children» Spenden für Kinder in Not. Dazu zieht jeder einen Weihnachtspullover an – sei es zur Arbeit oder in die Schule – und spendet mindestens ein Pfund.

Auch in der Welt der Promis sind die hässlichen Weihnachtspullover total angesagt. So verkauft der Fussballverein Arsenal eine eigene Weihnachtspullover-Kollektion, für die Mesut Özil in einem Schneemannpulli mit angenähtem Schal Werbung machte. Auch Beatrice Egli strahlt mit einem Weihnachtsbaumpulli in die Kamera und Justin Bieber hatte einst sogar einen Bühnenauftritt im Weihnachtspulli.

Obwohl es in Deutschland und der Schweiz noch keinen eigenen Weihnachtspullovertag gibt und auch das Angebot nicht ganz so gross ausfällt wie im englisch-sprachigen Raum, hat diese hässliche Weihnachtspullover-Tradition aber auch bei uns längst Gefallen gefunden – und wird in den nächsten Jahren bestimmt noch zunehmen.

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(rö)

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