Der Musikverein Konkordia Mauren brillierte beim gestrigen Herbstkonzert. (Foto: Paul Trummer)
Kultur
Liechtenstein|03.12.2018 (Aktualisiert am 03.12.18 13:42)

Konkordia Mauren auf musikalischer Tour durch die Bergwelt

MAUREN - Ein tolles Herbstkonzert unter dem Motto «Berge hören» bot der Musikverein Konkordia Mauren-Schaanwald am Sonntagabend im Gemeindesaal.

Der Musikverein Konkordia Mauren brillierte beim gestrigen Herbstkonzert. (Foto: Paul Trummer)

MAUREN - Ein tolles Herbstkonzert unter dem Motto «Berge hören» bot der Musikverein Konkordia Mauren-Schaanwald am Sonntagabend im Gemeindesaal.

Der Gemeindesaal Mauren schien beim gestrigen Herbstkonzert der Konkordia Mauren aus allen Nähten zu platzen. Wie Moderator Peter Beck gewohnt humorvoll erwähnte, sei es höchste Zeit für die Saalerweiterung, die im nächsten Jahr in Angriff genommen wird. Denn obschon sämtliche Stühle aufgestellt worden waren, gab es kurz vor dem Konzert noch ein reges Suchen nach den letzten freien Plätzen – schlussendlich mussten einige Spätkommer das Konzert stehend verfolgen. Das tat deren Freude an der Blasmusik aber keinen Abbruch.
Die Fanfare über die Ötztaler Alpen – dem «Ruf vom Similaun» – war dann auch die perfekte Eröffnung der musikalischen Tour durch die Bergwelt. Vom zarten Beginn bis zum pompösen Abschluss: Sämtliche Register konnten dabei einen ersten Eindruck ihres Könnens übermitteln – und jeder freute sich auf mehr. Den nächsten Berg, den es zu besteigen galt, war die Löffelspitze. Anfangs gings mit Walzerklängen noch locker voran, doch die Stimmung kippte: Ein Gewitter – imposant vom tiefen Blech und dem Schlagwerk in Szene gesetzt – zog auf. Schlussendlich lichtete sich aber die Wolkendecke doch noch – und das Stück fand majestätisch auf der Bergspitze mit dem imposanten Gipfelkreuz seinen Abschluss.

«Alte Findlinge»? Von wegen ...

«Ja, die Konkordia ist auch wie ein Berg», witzelte Peter Beck. Seine Beschreibung der Musikanten – «von jungen wunderbaren Kristallen, zu abgewetzten Felsvorsprüngen bis hin zu den alten geschundenen Findlingen» – stiess nicht bei allen auf Gegenliebe. Diese liessen sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen –und bewiesen beim nächsten Stück «Land der Berge» prompt das Gegenteil, von wegen «alte Findlinge». Neben den zarten Einwürfen der Holzinstrumente, allen voran der Oboe, bis zum kräftigen Trompetensolo konnte die Konkordia aber vor allem in den Tutti-Passagen ihre Stärken ausspielen. Und der Musikverein steigerte sich vor der Pause gar noch ein weiteres Mal – mit einem Ausflug zur Eiger-Nordwand. Das entsprechende Konzertwerk, das die Geschichte des abgestürzten Bergsteigers John Harlin nacherzählt, meisterte die Konkordia mit Brillianz. Hier hat Dirigent Thomas Witwer – selbst ein passionierter Bergsteiger – seine Musikanten bestens auf die Herausforderung vorbereitet und wohl auch die eine oder andere praktische Erfahrung eingebracht. Eindrucksvoll kräftig ertönten die heldenhaften Themen und den eindruckswollen «Eiger»-Klangteppich verschiedener Stile wusste die Konkordia bestens miteinander zu verweben. Gleich einige Male war im Publikum Gänsehaut zu spüren.

Nach der Pause mit Blues und Soul

Etwas ruhiger ging es nach der Pause mit «Alpine inspirations» und «Yellow Mountains» weiter, welche die vielfältige Schönheit der Berge sowie deren Farbtöne schön wiedergaben. Ein tolles Schlagzeugsolo gabs dann während des «Kennesaw Mountain Blues» zu hören und am Ende durfte auch der bekannte Soulsong «Ain’t no mountain high enough» nicht fehlen: Schliesslich kann kein Berg hoch genug für die Liebe sein – ein krönender Abschluss.
Nach den beiden Zugaben – dem «Kaiserjägermarsch» und dem Konkordia-Klassiker «White Christmas» – musste aber noch niemand nach Hause gehen. So feierten noch zahlreiche Besucher gemeinsam mit den Musikanten die sehr gelungene musikalische Bergreise – traditionell mit einer feinen Schlachtplatte.

(hm)

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