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Region|04.12.2018 (Aktualisiert am 04.12.18 09:03)

Interreg-Projekte zum Ökosystem der Alpen vorgestellt

INNSBRUCK - In zwei Projekten der "Intereg Alpine Space" haben insgesamt neunzehn Partner aus sechs Alpenländern drei Jahre lang zusammengearbeitet. Ihre Ergebnisse präsentierten sie am 21. und 22. November 2018 in Innsbruck, Österreich.

INNSBRUCK - In zwei Projekten der "Intereg Alpine Space" haben insgesamt neunzehn Partner aus sechs Alpenländern drei Jahre lang zusammengearbeitet. Ihre Ergebnisse präsentierten sie am 21. und 22. November 2018 in Innsbruck, Österreich.

Der Generalsekretär der Alpenkonvention, Markus Reiterer, eröffnete am Mittwoch, den 21. November die Abschlusskonferenz von «Alpine Ecosystem Services» (AlpES) und dem damit in Verbindung stehenden Projekt «Strategic Planning for Alpine River Ecosystems» (SPARE). Laut Aussendung von CIPRA International betonte er dabei, dass der Klimawandel das sensible Ökosystem des Alpenraumes stärker als andere Regionen beeinträchtige, was die Zusammenarbeit auf transalpiner Ebene umso wichtiger mache.

Warum Flüsse Management brauchen

Nur noch 14 Prozent der Flüsse in den Alpen seien in einem guten ökologischen Zustand, wie der Broschüre des Projekts SPARE zu entnehmen ist. Zwischen 2016 und 2018 testeten und entwickelten Projektpartner in fünf Pilotregionen Methoden für nachhaltiges Flussmanagement: Dora Baltea in Italien, Drôme in Frankreich, Inn-Engadin in der Schweiz, Soča in Slowenien und Steyr in Österreich.

An Infoständen, in Vorträgen und Workshops stellten die Projektpartner am 21. und 22. November in Innsbruck Ergebnisse aus ihren Testregionen und Projekten vor. Dabei se es auch um Ökosystemleistungen gegangen, die massgeblich zu unserer Lebensqualität beitragen.

Das Projekt AlpES ziele darauf ab, die Bedeutung und Wertschätzung von Ökosystemleistungen in der regionalen und alpenweiten Umweltpolitik zu stärken. Ob es Bergwälder sind, die vor Lawinen schützen und unsere Atemluft reinigen, oder Flüsse und Almweiden, die die Region mit Trinkwasser, Energie oder Lebensmitteln versorgen. Partner aus Frankreich, Deutschland, Italien, Liechtenstein, Österreich und Slowenien beteiligten sich an dem Projekt.

Schutzwald in Liechtenstein

In Liechtenstein sei ein Fokus auf der Schutzfunktion des Waldes vor Lawinen, Muren und Steinschlag gelegen . Heike Summer vom Amt für Umwelt habe auf die besondere Bedeutung dieser Ökosystemleistung für das Fürstentum hingewiesen: «Ein Grossteil unseres Waldbestandes befindet sich in Hanglagen. Deshalb liefern, sowohl rheintalseitig als auch in den Berggebieten, intakte Schutzwälder einen unverzichtbaren Beitrag zur Verringerung des Schadenspotentials und helfen zusätzliche technische Verbauungen zu vermeiden.» Die Daten aus Liechtenstein und anderen Alpenregionen wurden zusammengetragen und in eine WebGIS-Karte eingespeist.

(pd/red)

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