Der Schauspieler Faris Metehan Yüzbasioglu freut sich auf die Auftritte im Liechtenstein. (Foto: ZVG)
Kultur
Liechtenstein|06.12.2018

«Mit einem gelben ‹Taksi› geht’s nach Istanbul – und auf die Reise in die eigene Heimat»

KÖLN/SCHAAN - Im Rahmen einer Recherche ist der Schauspieler Faris Metehan Yüzbasioglu mit seinen Kollegen in einem gelben «Taksi» durch Kölns Innenstadt gefahren und hat Jugendliche über ihr Leben, ihre Sehnsüchte und Träume befragt. Und vor den Aufführungen nun mit dem «Volksblatt» gesprochen.

Der Schauspieler Faris Metehan Yüzbasioglu freut sich auf die Auftritte im Liechtenstein. (Foto: ZVG)

KÖLN/SCHAAN - Im Rahmen einer Recherche ist der Schauspieler Faris Metehan Yüzbasioglu mit seinen Kollegen in einem gelben «Taksi» durch Kölns Innenstadt gefahren und hat Jugendliche über ihr Leben, ihre Sehnsüchte und Träume befragt. Und vor den Aufführungen nun mit dem «Volksblatt» gesprochen.

«Volksblatt»: Sie leben in Köln, dem Inbegriff einer Grossstadt. Fahren Sie regelmässig Taxi, um von A nach B zu kommen?

Faris Metehan Yüzbasioglu: Regelmässig würde ich jetzt nicht sagen, aber immer mal wieder, wenn zu spät abends keine Bahn mehr fährt. Dann kommt es schon mal vor, dass ich mich ins Taxi setze.

Wie ist die Idee zu «Taksi to Istanbul» entstanden?

Es sollte ein Stück für Kölner Jugendliche entstehen. Da kam man relativ schnell auf das Thema Heimat. Ich glaube, weil es auch für alle allgegenwärtig ist – egal ob man in Köln geboren ist, in einer anderen Stadt oder in einem anderen Land. Das Gefühl, etwas oder einen Ort als seine Heimat zu sehen, ist allen Menschen auf der Welt bekannt.

Wie haben die Jugendlichen auf eure Befragungen reagiert?

Ich würde sagen auf die Befragung ganz normal. Aber wie sie befragt wurden, fanden sie sehr besonders. Wir haben ein Taxi wie aus Istanbul hergestellt: Die eidottergelbe Farbe. Fell und Perlenmatten auf den Sitzen und viel Schickschnack am Rückspiegel. Mit diesem Taxi sind wir dann auf grosse Plätze, Schulen, Jugendzentren und ähnliches gefahren und haben sie im «Taksi» interviewt.

«Taksi to Istanbul» ist ein Theaterstück für junge Zuschauer ab elf Jahren. Was ist für Sie das Besondere daran, für Jugendliche und Kinder Theater zu machen?

Ich liebe es vor Kindern zu spielen. Kinder sind ein hartes und sehr ehrliches Publikum. Sobald sie das Gefühl haben «man spielt ihnen was vor», sprich; man ist nicht ehrlich, schalten sie ab und machen ihre eigene Party im Zuschauerraum. Umso schöner ist es, wenn man sie erreicht. Ausserdem finde ich die Diversität viel grosser als im Theater für älteres Publikum. Man erreicht alle Schichten der Gesellschaft zugleich. Das macht das Spielen vor jungem Publikum für mich so wertvoll.

Szenenbild von "Taksi nach Istanbul". (Foto: ZVG)

Wie nah sind die Fragen des Stückes Ihnen persönlich, z. B. die nach den eigenen Wurzeln oder der Heimat?

Sehr nah natürlich. Während der Proben und auch lange nach der Premiere haben mich Sachen beschäftigt. Manchmal sogar heute noch. Da es ein Entwicklungsstück war, flossen die eigenen Erfahrungen und Gefühle automatisch mit in die Impros, woraus letzten Endes das Stück entstanden ist. Es ist nicht biografisch, beinhaltet aber viel von uns, auch unsere eigenen Fragen und Antworten auf Sachen.

Waren Sie schon einmal in Istanbul?

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(mr)

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