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Der Journalist Mahmud Hussein vom Fernsehsender Al-Dschasira soll laut einem Gerichtsentscheid in Ägypten freigelassen werden. (Archivbild)
Politik
International|24.05.2019

Gericht bestimmt Freilassung von Al-Dschasira-Journalist in Ägypten

KAIRO - Nach fast zweieinhalb in einem ägyptischen Gefängnis soll ein Journalist des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira freikommen. Ein ägyptisches Gericht ordnete am Donnerstag die Freilassung von Mahmud Hussein an.

Der Journalist Mahmud Hussein vom Fernsehsender Al-Dschasira soll laut einem Gerichtsentscheid in Ägypten freigelassen werden. (Archivbild)

KAIRO - Nach fast zweieinhalb in einem ägyptischen Gefängnis soll ein Journalist des arabischen Fernsehsenders Al-Dschasira freikommen. Ein ägyptisches Gericht ordnete am Donnerstag die Freilassung von Mahmud Hussein an.

Dies teilten ein Justizvertreter und sein Anwalt mit. Der Ägypter Hussein, der am Sitz des Senders in Doha arbeite, war im Dezember 2016 während eines Ferienaufenthaltes in seiner Heimat festgenommen worden. Ihm wurde Aufwiegelung gegen staatliche Institutionen und die Verbreitung von Falschmeldungen vorgeworfen.

Wie Al-Dschasira auf seiner Internetseite schrieb, wurde Hussein "ohne formelle Anklage, einen Prozess oder eine Verurteilung" festgehalten. Nach Angaben seines Anwalts Taher Abul Nasr ist noch unklar, wann Hussein freigelassen wird. Er rechne aber mit einer Haftentlassung in den kommenden Tagen.

Im Dezember 2013 waren in Ägypten schon einmal drei Al-Dschasira-Journalisten festgenommen worden - einige Monate nach dem Sturz des islamistischen Staatschefs Mohammed Mursi. Sie wurden später wegen angeblich falscher Berichterstattung zugunsten der islamistischen Muslimbruderschaft zu Gefängnisstrafen verurteilt. Nach internationalen Protesten wurden die Journalisten, darunter ein Kanadier und ein Australier, 2015 wieder freigelassen.

Nach Mursis Sturz durch den damaligen Armeechef und heutigen Staatschef Abdel Fattah al-Sisi wurden in Ägypten hunderte Anhänger der Muslimbruderschaft in international kritisierten Massenprozessen zum Tod verurteilt. Das Emirat Katar, das Al-Dschasira finanziert, hatte die Muslimbruderschaft, aus der Mursi hervorging, unterstützt.

(sda / afp)

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