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(Foto: Michael Zanghellini)
Politik
Liechtenstein|14.03.2019

FBP will, dass bei S-Bahn auch Anbindungen mitgedacht werden

VADUZ - Falls das S-Bahn-Projekt «FL-A-CH» tatsächlich wieder auf Schiene gebracht werden soll, fordert die FBP-Fraktion in einer am Donnerstag präsentierten Interpellation, dabei auch die Anbindung des Oberlands und der Industriegebiete von Ruggell und Bendern zu berücksichtigen. Dazu soll sowohl die Weiterführung der S-Bahn, aber auch andere strassenunabhängige, innovative öffentliche Verkehrsmittel geprüft werden.

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VADUZ - Falls das S-Bahn-Projekt «FL-A-CH» tatsächlich wieder auf Schiene gebracht werden soll, fordert die FBP-Fraktion in einer am Donnerstag präsentierten Interpellation, dabei auch die Anbindung des Oberlands und der Industriegebiete von Ruggell und Bendern zu berücksichtigen. Dazu soll sowohl die Weiterführung der S-Bahn, aber auch andere strassenunabhängige, innovative öffentliche Verkehrsmittel geprüft werden.

«Beim Projekt S-Bahn ‹FL-A-CH› scheint der Stillstand der Vergangenheit anzugehören», schreibt die FBP-Fraktion in der am Donnerstag vorgestellten Interpellation zur Anbindung und Weiterführung einer allfälligen S-Bahn «FL-A-CH». Sie nahm dabei Bezug auf die aktuellen Entwicklungen. Zudem habe die Regierung dem Landtag angekündigt, im zweiten Halbjahr einen Verpflichtungskredit zum Ausbau der Strecke Feldkirch-Buchs vorzulegen.

Konzepte zur Weiterführung fehlen

Der FBP-Fraktion fehlt es aber bislang an Überlegungen, wie eine allfällige S-Bahn weitergeführt werden könnte. Die Entscheidung zu «FL-A-CH» dürfte aber nicht losgelöst von der Frage betrachtet werden, wie der strassenunabhängige öffentliche Verkehr (ÖV) im Oberland ausgebaut und wie die Industriegebiete in Ruggell und Gamprin-Bendern an die S-Bahn angeschlossen werden könnten. Die Interpellanten fordern diesbezüglich Konzepte, wenn sich der Landtag im zweiten Halbjahr mit dem Ausbau der Strecke auseinandersetzen soll.

Sie wollen von der Regierung aber nicht nur, dass eine blosse Fortführung der S-Bahn geprüft wird, sondern auch andere, innovative und strassenunabhängige ÖV-Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Die Regierung soll gemäss den FBP-Abgeordneten die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen, deren Vor- und Nachteile sowie Kosten gegenüberstellen. Ausserdem soll die Regierung darlegen, welche Route die beste Wirkung erreicht, damit mehr Menschen auf den ÖV umsteigen. Die FBP verweist auch auf eine Idee des Verkehrsclubs Liechtenstein (VCL), der eine Studie zu einer Regionalbahn von Schaan via Vaduz, Triesen, Balzers und Trübbach nach Sargans erstellen liess. Die Regierung soll prüfen, inwiefern sich eine solche Lösung umsetzen liesse und wie hoch die Kosten dafür wären.

Wird Liechtenstein abgehängt?

Ausserdem wollen die Interpellanten wissen, wie die Regierung die künftige Rolle der Bahnhöfe in Sargans, Buchs und Haag sieht: «Besteht nach Ansicht der Regierung die Gefahr, dass die für die liechtensteinische Wirtschaft sehr wichtigen regionalen Eisenbahnknoten an Bedeutung verlieren, wenn die S-Bahn gar nicht oder nur zwischen Schaanwald und Schaan erstellt wird?» In früheren Diskussionen sei nämlich zum Vorschein gekommen, dass in einem solchen Fall die zentrale Funktion des Bahnhofs Sargans gefährdet sei. Es gebe Hinweise darauf, dass die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) den Personenverkehr künftig über St. Margrethen und St. Gallen nach Zürich leiten könnten anstatt wie bisher über Liechtenstein, Buchs und Sargans. Was dies für die regionale und internationale Vernetzung Liechtensteins bedeuten könnte, erfragen die Interpellanten ebenso.

(df)

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