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Pragmatisch, analytisch und besonnen: Manfred Bischof. (Fotos: MZ)
Politik
Liechtenstein|28.03.2019 (Aktualisiert am 28.03.19 16:16)

«Als Bürgermeister gilt es, stets verantwortungsvoll zu handeln!»

VADUZ - Erwartungsgemäss müssen die Bürgermeister- und Vorsteherkandidaten in einen zweiten Wahlgang. Das «Volksblatt» hat den FBP-Bürgermeis­terkandidaten von Vaduz, Manfred Bischof, zu einem Gespräch getroffen.

Pragmatisch, analytisch und besonnen: Manfred Bischof. (Fotos: MZ)

VADUZ - Erwartungsgemäss müssen die Bürgermeister- und Vorsteherkandidaten in einen zweiten Wahlgang. Das «Volksblatt» hat den FBP-Bürgermeis­terkandidaten von Vaduz, Manfred Bischof, zu einem Gespräch getroffen.

«Volksblatt»: Herr Bischof, am 24. März waren Sie den anderen Mitbewerbern um das Amt des Vaduzer Bürgermeisters mit 39,6 Prozent der Stimmen voraus. Haben Sie damit gerechnet, dass es zu einem zweiten Wahlgang kommt?
Manfred Bischof: Zuerst möchte ich mich bei allen Wählerinnen und Wählern für ihr Vertrauen in meine Person, in meine Werte und meine Erfahrungen herzlich bedanken. Wer sich mit der Politik auseinandersetzt, dem war ziemlich klar, dass es angesichts der vier Bewerbungen zu einem zweiten Wahlgang kommen wird.

«Die FBP und die FL haben in Vaduz oft ähnliche Ideen.»

Manfred Bischof

Während Giovanna Gould und Frank Konrad nochmals antreten, verzichtet René Hasler mit einem Wähleranteil von 16,6 Prozent darauf. Wohin werden seine Stimmen gehen?
Es ist wichtig, dass alle Wählerinnen und Wähler ihre demokratischen Rechte nutzen und sich am zweiten Wahlgang beteiligen. Ich rufe jeden auf, unbedingt am 14. April nochmals wählen zu gehen. Es würde mich sehr freuen und ich bin sehr zuversichtlich, dass ein Grossteil der Stimmen, die René Hasler erhielt, an mich gehen werden.

Worauf stützen Sie diese Zuversicht?
Ich habe bereits zu Beginn meiner Kandidatur klargemacht, dass ich ein Bürgermeister für alle Einwohnerinnen und Einwohner sein werde. Dazu gehören selbstverständlich auch Wählerinnen und Wähler, die sich der Freien Liste oder anderen Wählergruppen zugehörig fühlen.

Hannes Matt von der «Volksblatt»-Chefred­aktion im Gespräch mit Manfred Bischof.

Sie glauben also, dass Sie die Wählerschaft der Freien Liste mit Ihrem Programm überzeugen können?
Ja, ich bin überzeugt, dass wir mit unserem Wahlprogramm auch Wählerinnen und Wähler der Freien Liste ansprechen. Die FBP und die FL haben in Vaduz oftmals ähnliche Ideen und sind in vielen Bereichen sogar deckungsgleich.

An welche Bereiche denken Sie?
Die hohe Lebensqualität in Vaduz zu erhalten, bzw. auszubauen ist eine Zielsetzung mit hoher Priorität. Dasselbe gilt für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und ebenso für den Naturschutz. Familien sind zu stärken und sozial benachteiligte Menschen verdienen unsere Unterstützung. Sie sind von ihrer problematischen Situation zu entlasten. Auch für die Kultur möchte ich mich stark machen. Die Idee eines Hauses der Kultur wie sie René Hasler formuliert, finde ich absolut prüfenswert und gäbe Vaduz die Chance, sich noch klarer als Kulturstandort zu positionieren.

«Ein Haus der Kultur finde ich absolut prüfenswert.»

Manfred Bischof

Mit welchen Massnahmen wollen Sie diese Ziele erreichen?
Als Bürgermeister gilt es, stets verantwortungsvoll zu handeln. Für mich heisst das, pragmatisch, analytisch und besonnen vorzugehen. Grundsätzlich sind Gesetze, Reglemente und Richtlinien massgebend, aber immer mit einem Blick auf den gesunden Menschenverstand sowie das richtige Fingerspitzengefühl.
Die andere Massnahme ist das Gespräch. Gewisse Probleme, wie etwa das hohe Verkehrsaufkommen, sind in Absprache mit dem Land oder sogar überregional einer Lösung zuzuführen. Hier muss der Dialog gesucht werden. Auch der Dialog mit und zur Bevölkerung ist essenziell wichtig. Es nützt schluss­endlich nichts, wenn wir im Gemeinderat von einer Sache überzeugt sind, der Bevölkerung aber nicht genügend aufzeigen, warum dies für Vaduz richtig und wichtig ist.

Welche Eigenschaften machen Sie als Person als Vorteil für sich geltend?
Ich schätze mich als Person ein, die überlegt handelt. Undurchdachte Schnellschüsse sind nicht mein Ding! Eine meiner Stärken ist sicherlich, dass ich unter Einbezug verschiedener Meinungen konsensorientiert arbeite. Ich habe jederzeit ein offenes Ohr für die Anliegen der Menschen und versuche, Probleme speditiv, mutig und entschlossen zu lösen. Das habe ich in meinem Beruf als stellvertretender Amtsleiter des Amts für Bau und Infrastruktur sowie als Fraktionssprecher und Gemeinderat mehrfach bewiesen.

Ein letzter Aufruf an die Wählerinnen und Wähler?
Wie gesagt, ich trete als Bürgermeister an, der für alle Menschen unserer Gemeinde da sein wird. Zusammengefasst habe ich eine gute Ausbildung und reiche Berufserfahrung, verfüge über Führungsqualitäten, gehe überlegt vor, bin konsensfähig und habe Freude im Umgang mit Menschen. Wer sich unser Programm und unsere Ziele im Detail ansieht, wird überzeugt sein, dass ich der richtige Bürgermeister für Vaduz bin.

(hm)

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