Diesmal soll ein Sieg her! Sandro Wolfinger ist heiss auf Armenien. (Foto: MZ)
Sport
Liechtenstein|08.06.2019 (Aktualisiert am 08.06.19 14:17)

Nach bitterer Niederlage im September: Wolfinger will Revanche

JEREWAN -  Fast auf den Tag genau neun Monate ist es her, dass die Liechtensteiner Nationalmannschaft in Armenien in der Nations League spielte. Nach hartem Kampf und einer fragwürdigen Gelb-Roten Karte für Kapitän Michele Polverino gab es eine unglückliche 1:2-Niederlage.

Diesmal soll ein Sieg her! Sandro Wolfinger ist heiss auf Armenien. (Foto: MZ)

JEREWAN -  Fast auf den Tag genau neun Monate ist es her, dass die Liechtensteiner Nationalmannschaft in Armenien in der Nations League spielte. Nach hartem Kampf und einer fragwürdigen Gelb-Roten Karte für Kapitän Michele Polverino gab es eine unglückliche 1:2-Niederlage.

Nun hat die LFV-Truppe die Chancen zur Revanche (heute, 18 Uhr MESZ, Liveticker auf «www.volksblatt.li»). Vor allem Sandro Wolfinger (27) ist heiss auf das Spiel in Jerewan. Denn im Vorjahr machte er den Treffer zum zwischenzeitlichen 1:1 für Liechtenstein. «Das Tor war ja nicht allzu schwer, ich musste den Ball nach dem Pass von Nici Halser nur noch über die Linie schieben», lacht Wolfinger. «Sicherlich war das schön, für mich persönlich, doch letztlich haben wir verloren. Deshalb habe ich also keine guten Erinnerungen an das Spiel im letzten Jahr.» Überhaupt fühlt es sich für Wolfinger seltsam an, schon wieder in Armenien zu sein. «Gleicher Ort, gleiches Stadion, gleiches Hotel. Das hatte ich noch nie in meiner Karriere. Weder in der Nationalmannschaft noch in den U-Teams.»

Revanche für Pleite

Auch in seinem Kopf ist noch der Platzverweis für Michele Polverino. Denn kurz darauf fiel das 1:2 und die Niederlage war besiegelt. «Es war damals mehr möglich für uns. Leider hat uns die Rote Karte natürlich nicht in die Karten gespielt. Jetzt müssen wir auch schauen, wie Armenien spielt. Sie haben einen neuen Trainer, ein neues System. Deshalb haben wir sicherlich unsere Chancen.» Und der USV-Kicker setzt auf die eigenen Stärken, will sich nicht nach dem Gegner richten. «Wir schauen auf uns, wollen unser Spiel durchdrücken. Gegen Armenien wird es auch Phasen geben, in denen wir pressen und sie unter Druck setzen können.»
Das sieht Nationaltrainer Helgi Kolvidsson (47) ähnlich. Auch er will sich nicht dem Gegner anpassen. «Wir müssen aus unserer Kompaktheit heraus Fussball spielen. Gegen Griechenland haben wir defensiv gut gearbeitet, hatten nach vorn aber nicht den nötigen Mut. Wir haben die Qualität, auch im richtigen Moment zu pressen – und jetzt müssen wir einfach mutig sein, auch nach vorn zu spielen. Da müssen wir Schritt für Schritt weiterkommen.» Auf die Frage auf der Pressekonferenz, ob er mit der Nationalmannschaft Vorletzter oder Letzter in der Gruppe wird, lachte Kolvidsson nur. «Ich will immer gewinnen. Wenn man eine Qualifikation beginnt, möchte man immer ganz oben stehen. Ich denke auch nicht, dass Armenien nicht nur Vorletzter der Gruppe werden will.»

Hobi mit Premiere

Im Tor wird heute Abend Thomas Hobi (25) stehen («Volksblatt» berichtete). Für den Balzner, der seit einem Jahr Stammtorwart beim VfB Hohenems in der Regionalliga West in Österreich ist, wird es ein ganz besonderes Spiel. Schliesslich ist es seine Premiere im A-Team. «Noch bin ich nicht aufgeregt. Das wird vor dem Spiel vielleicht noch kommen. Ich werde mit viel Freude ins Spiel gehen», grinste Hobi auf der Pressekonferenz. «Ich will der Mannschaft helfen, dass wir hier erfolgreich abschneiden und ein gutes Spiel abliefern.»

So wird die Nationalmannschaft beginnen
Hobi; Wolfinger, Malin, Hofer, Göppel; Hasler, Polverino, Sele, Salanovic; Marcel Büchel, Frick.

(jts)

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