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Noch sind die Würfel um das Casino Balzers nicht gefallen. (Foto: Shutterstock)
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Liechtenstein|16.07.2019 (Aktualisiert am 16.07.19 19:29)

Balzner Casino-Gegner geben nicht auf

BALZERS - Die Anwohner des in Balzers geplanten Casinos wollen sich nicht einschüchtern lassen, wie der Rechtsanwalt einiger Nachbarn am Dienstag mitteilte. Man werde  die rechtlichen Möglichkeiten und den Instanzenzug vollumfänglich ausschöpfen. Das Amt für Bau und Infrastruktur (ABI) erteilte vergangene Woche die Bewilligung für den Bau des Casinos.

Noch sind die Würfel um das Casino Balzers nicht gefallen. (Foto: Shutterstock)

BALZERS - Die Anwohner des in Balzers geplanten Casinos wollen sich nicht einschüchtern lassen, wie der Rechtsanwalt einiger Nachbarn am Dienstag mitteilte. Man werde  die rechtlichen Möglichkeiten und den Instanzenzug vollumfänglich ausschöpfen. Das Amt für Bau und Infrastruktur (ABI) erteilte vergangene Woche die Bewilligung für den Bau des Casinos.

(Foto: Paul Trum­mer)

"Es geht hier schliesslich und endlich um die Gefährdung ihrer Wohnqualität durch einen nahezu 24-Stunden-Betrieb und nicht zuletzt auch um die Gesundheit der Casino-Anrainer", gibt sich der Anwalt in der Stellungnahme kämpferisch. Die Casino-Dichte im Land sei generell zu hinterfragen. Jedenfalls seien die Nachbarn aber der Ansicht, dass ein Casino in Balzers nicht in unmittelbarer Nähe zu ihren Häusern verwirklicht werden dürfe. Sie würden alles daran setzen, die Spielbank zu verhindern.

Der Anwalt zeigte sich ausserdem bestürzt über das Vorgehen der Bauherrschaft und des künftigen Betreibers. Demnach hätten diese den Anrainern damit gedroht, bei einer zeitlichen Verzögerung den dadurch entstandenen Schaden in Millionenhöhe geltend zu machen. Auch seitens des ABI sei während der Vermittlungsverhandlung aufgezeigt worden, dass für jede Einsprache ein Gebühr von 500 Franken fällig werde. "Nachdem einige der Nachbarn selbstständig und nicht anwaltlich vertreten auftragen, mussten sich diese überlegen, ob sie die Kosten auf sich nehmen oder ihre Einsprachen zurückziehen wollen", kritisierte der Anwalt. Schriftlich sei zudem protokolliert worden, dass das ABI "bei der Aufrechterhaltung der Einsprachen den jeweiligen Einspruch kostenpflichtig abweisen bzw. zurückweisen" werde. Dies könnte den Anschein erwecken, dass die Entscheidung des Amtes bereits bei der Vermittlungsverhandlung feststand, so der Anwalt weiter.

(df)

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