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(Foto: Paul Trummer)
Wirtschaft
Liechtenstein|12.03.2019 (Aktualisiert am 12.03.19 17:40)

Anklage im Fall New Haven ist rechtskräftig

VADUZ - Die Staatsanwaltschaft erhob im Dezember Anklage gegen zwei Verwaltungsräte der New Haven und der Salamandar Treuhand AG. Der Erstangeklagte legte dagegen allerdings Einspruch ein, weshalb das Obergericht die Anklageschrift zunächst formal überprüfen musste. Der Senat des Obergerichts gab dem Einspruch jedoch keine Folge, wie das Obergericht auf "Volksblatt"-Anfrage bestätigte. Damit ist die Anklage mittlerweile rechtskräftig.

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VADUZ - Die Staatsanwaltschaft erhob im Dezember Anklage gegen zwei Verwaltungsräte der New Haven und der Salamandar Treuhand AG. Der Erstangeklagte legte dagegen allerdings Einspruch ein, weshalb das Obergericht die Anklageschrift zunächst formal überprüfen musste. Der Senat des Obergerichts gab dem Einspruch jedoch keine Folge, wie das Obergericht auf "Volksblatt"-Anfrage bestätigte. Damit ist die Anklage mittlerweile rechtskräftig.

Ein Einspruch gegen eine Anklage ist laut Landrichter Michael Jehle eher selten. Es handle sich jedoch um eine rein formale Überprüfung. Eine Bewertung der vorliegenden Beweise werde nicht vorgenommen, so Jehle im Januar auf "Volksblatt"-Anfrage, da das Obergericht einem ordentlichen Verfahren nicht vorgreifen dürfe.

Nun steht der Verhandlung gegen die beiden Verwaltungsräte nichts mehr im Wege. Bereits seit 13. April vergangenen Jahres sitzt der 54-jährige Erstangeklagte in Untersuchungshaft. Nach längeren Vorermittlungen konnte die Staatsanwaltschaft schliesslich im Dezember ihre Anklageschrift ausformulieren und die Anklage erheben. Die Anschuldigungen können sich sehen lassen: Dem Erstangeklagten werden die Verbrechen der Untreue in fünfzehn Fällen, des gewerbsmässigen schweren Betrugs in drei Fällen und der Veruntreuung in zwei Fällen mit einem Gesamtschaden von rund 24 Millionen Franken sowie das Verbrechen der Geldwäsche zur Last gelegt.

Mit einer etwas kürzeren Liste kommt der 38-jährige Mitangeklagte davon: Er muss sich wegen Untreue in sieben Fällen und einer Veruntreuung von rund 4 Millionen Franken sowie Geldwäsche und falscher Verdächtigung verantworten. Für beide könnte die Anklage jedoch einen Gefängnisaufenthalt von ein bis zehn Jahren bedeuten.

(red)

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